| Verlauf und Ausbau des raetischen Limes |
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Nachbildung des Limes in Steinbauweise (Limesmuseum Aalen) |
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Grundlegende Untersuchungen wurden im 19 Jh. unter anderem von dem
am 17. April 1812 in Rom geborene Karl August von Cohausen
unternommen. Cohausen war deutscher Architekt, Kunsthistoriker, Provinzialrömischer |
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Karl August von Cohausen (1812-1894) |
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Rekonstruktion des Limes in Palisadenbauweise |
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| Zwei Generationen später folgte der aufwendige Steinausbau der Grenzbe-festigungen mit einer 3 m hohen und 1,2 m dicken Steinmauer, diese läßt sich leider nicht mehr eindeutig datieren. Sie verlief ohne Unterbrechung vom Roten-bachtal westlich von Schwäbisch-Gmünd bis zur Donau bei Eining. Von Osten folgt dann die sogenannte "nasse Grenze" entlang der Donau. In Richtung Westen verläuft der obergermanische Limes, dessen Bauweise von der des raetischen Abschnitts abweicht. |
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Verlauf des raetischen Limes |
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Im Verlauf des 3. Jahrhunderts n.Chr. Wurde die Limesverteidigung durch zahl-reiche innere und äußere Krisen sehr geschwächt. So gelang es den germanischen Verbänden aus dem Nordosten wiederholt tief in das römische Provinzgebiet einzudringen. Der Limes und sein unmittelbares Hinterland mußten schließlich um das Jahr 260 n.Chr. aufgegeben werden. Das römische Heer mußte sich daraufhin hinter die Donau, Iller und Rhein zurückziehen. |
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Rekonstruktion des Limes (Hüttlingen) |
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Auch nach der Zerstörung des Limes durch die Alemannen erfüllten Teile des Limes noch gewisse Grenzfunktionen. Zum Beispiel diente er im Mittelalter als Bistumsgrenze und später als Oberamtsgrenze. |
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Stellenweise ist der Limes noch als leichte Erhöhung zu erkennen |
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Das Limestor bei Dalkingen, geschützt durch ein Glasbauwerk |
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Entlang des gesamten Limes, wurden zirka 900 Wachtürme ( lat: burgi ) gebaut, um die Grenze zu überwachen. Die Türme waren anfangs durch Postenwege und später durch eine Strasse, den sogenannten Limesbegleitweg, miteinander verbunden. Der Abstand zwischen ihnen war unterschiedlich und betrug, je |
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Rekonstruktion eines Limeswachturmes nach neuesten erkenntnissen (Rainau-Buch) |
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Die Höhe der Türme lag meist bei ca. 10 Metern, die Dicke der Mauern bei durch-schnittlich 50 Zentimetern und der Mauerumfang war in der Regel 5x6 meter. Betreten werden konnten sie nur über eine Leiter, da der Eingang aus Sicherheitsgründen meist im ersten Stock lag. Das Erdgeschoss wurde als Vorratsraum, der erste Stock als Wohn- und Schlaf-bereich, und der zweite Stock als Wachraum benutzt. Viele Türme besitzen einen umlaufenden Graben, von dem man annimmt, dass er der Entwässerung gedient hat. Meist waren hier 3 - 4 Soldaten über kurz oder lang stationiert. Die Türme trugen auf der Aussenwand einen weissen Kalkputz auf dem die Fugen der darunter liegenden Steine nachgebildet waren. Die Fugen selber waren mit roter Farbe kenntlich gemacht. |
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